Kubernetes: Software an der lange Leine

Donnerstag, 24. August 2017, in DevOps, von Mark Neufurth

Kubernetes: Software an der lange Leine

Kubernetes orchestriert Software Container. Microservices lösen kleinere Aufgaben von Software, semiautonome Container sorgen dafür, dass Software-Applikationen in einer verteilten Cloud-Umgebung laufen können – einfach so. Dass all die eigenständigen Container aber konzertiert ablaufen können, dafür muss es einen Dirigenten im Hintergrund geben. Häufig ist dies neben Dockers eingebautem Swarm Kubernetes.

Kubernetes adressiert typische DevOps-Herausforderungen wie Multi-Workload- bzw. Teamfähigkeit über Servercluster hinweg oder – in Zeiten von Multi-Clouds – gar Cloud Provider übergreifend. Zentrales Konzept dieser Architektur ist das Master-Node-Prinzip. Hinter den Nodes verbergen sich in der Cloud eine oder mehrere Virtuelle Maschinen – gerne auch dezentral verteilt. Der Master agiert als zentrale Steuerung und kontrolliert dabei die Aktivitäten seiner Pods – der Container, in der Praxis zumeist Docker, einzeln oder je nach Anwendungsgröße geclustert. Ein Pod umfasst also einen oder mehrere Applikations-Container, verfügt über attachierte Speicher-Ressourcen, eine IP-Adresse und ist mit den nötigen Einstellungen zum Betrieb der Container versehen. Innerhalb des Pods werden die zur Verfügung stehenden Ressourcen geteilt.

Neue Funktionen der Version 1.6 bringen daher u.a. rollenbasierte Zugriffskontrollen. Sie regeln, wer alles auf Container bzw. Applikationen zugreifen darf: einzelne Kubernetes User oder gleich ein Multi-User Cluster. So können unterschiedliche User auch gleichzeitig ohne Nutzungskonflikte auf Anwendungen einwirken. Dynamisches Storage Provisioning sorgt dafür, dass eine Anwendung stets genügend Speicherkapazität einer Speicherklasse, SSD oder HDD, besitzt, falls einmal ein Container ausfällt. Auf diese Weise gehen Informationen aus Containern nicht verloren; der Anwendungsbetrieb wird stabiler. Mit Kubernetes kann man nun bis zu 5.000 Node Cluster gleichzeitig managen. In Zeiten von Multi-Cloud-Strategien ist Container-Steuerung über Servergrenzen hinweg ein wertvolles Asset.

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